kein unikales MorphemWeckmann

Bedeutung:

Gebäck aus süßem Hefeteig in der Form eines Mannes

 

Am St. Nikolaustag bekommen wir einen Weckmann geschenkt.

 

 

Herkunft:

Der erste Teil des Wortes wird auf das in Süddeutschland gebräuchliche Wort Wecken (= Brötchen, Brot aus Weizenmehl) zurückgeführt.
Ursprünglich bedeutete das Wort Keil. Vermutlich hatte dieses Brot früher eine Keil- oder Kegelform.

 

 

 

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Entstehung:

10. Jh. ahd. weggi, mhd. wecke, wegge

 

engl. wedge = Keil

Hinweise:

Das althochdeutsche Wort (weggi/wegge) ist noch heute im Weggemann erhalten. So heißt der Weckmann noch heute im Rhein-Main-Gebiet.

 

Es gibt regional sehr viele verschiedene Begriffe für den Weckmann, z. B. Stutenkerl, Kiepenkerl, Hefekerl, Klausemann, Weggebobb. Eine umfangreiche Zusammenstellung anderer regionale Begriffe findet ihr hier (Wikipedia).

Brötchen

Im süddeutschen Sprachraum ist Wecken anstelle von Semmel (Bayern, Österreich), Schrippe (Berlin, Brandenburg), Bömmel (Mecklenburg), Stüütkes (Sachsen) oder Brötchen (Rheinland) üblich.

 

 

Das Morphem weck kommt auch isoliert und in anderen Wortbil-
dungen vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.

kein unikales Morphem