Die Reduplikationen können nach verschiedenen Fragen gruppiert werden:

a) Wie wird wiederholt?

Bei Reduplikationen im engeren Sinne wird das Grundwort oder der Wortstamm (die Basis) wiederholt, z. B. Bonbon, kleinklein, sogenannte Echowörter. Bei der Wiederholung kann es auch zu einem Vokalwechsel, z . B. Sindsang, zickzack oder einem Konsonantenwechsel, z. B. Klimbim, ruckzuck kommen. Gelegentlich werden beide Gestaltungsmöglichkeiten kombiniert oder durch Einschübe ergänzt, z. B. doppeltgemoppelt, hopplahopp.

Echowörter

  • ballaballa, Beriberi, bye-bye, Bibi, Bonbon, Cancan, Chow-Chow, Chichi, Couscous, Dada (Dadaismus), Dividivi, Dum-Dum(-Geschoss), Effeff, fifty-fifty (Fifty-fifty-Joker), Froufrou, halbe-halbe, hopphopp, jaja, Kiki, killekille, Klein-Klein (klein-klein), Kuskus, lala (es geht mir so lala), Mama, nee-ne, Papa, Pinkepinke, Pipi, plemplem, Popo, Purpur, Sing-Sing, soso, Töfftöff, Toto, Tsetse(fliege), Tuk-Tuk,

 

    Zu den Echowörtern zähle ich auch Wörter, wenn der Verdopplung eine Verkürzung (z. B. pi = Abk. von pinkeln) oder Erweiterung (z. B. balla = a-Erweiterung zu Ball) vorausgegangen ist.

Wiederholung mit
Vokalwechsel

  • Bimbam, Fickfack, Flickflack, Flipflop, Hickhack, Hip-Hop (Hiphop), Klippklapp, Krimskrams, Marmor, Mischmasch, nigelnagel(neu), L/lila, pickepacke(voll), Pingpong, pitschpatsch(nass), Schnickschnack, Schnick-Schnack-Schnuck, Schnippschnapp, schnipp-schnapp, Singsang, ticktack, Tingeltangel, tipptopp, Tricktrack, Wirrwarr, Wischiwaschi, Z/zickzack

Wiederholung mit
Konsonanten-
wechsel

  • Hokuspokus, Klimbim, Kuddelmuddel, L/larifari, M/multikulti, Picknick, Remmidemmi, ruckzuck, Schickimicki, Techtelmechtel,

Wiederholung mit
Ergänzungen

  • doppelmoppel, doppeltgemoppelt, fickfacken, Helfershelfer, Holterdiepolter, hopplahopp, Kindeskind, klackerdieklack, klapperdiklapp, Kokolores, laberrhabarber, Mannomann, Muckefuck, Papperlapapp, rumpeldipumpel, schlampampen, schwuppdiwupp, tagtäglich,  Wehweh(chen), wortwörtlich, Zinseszins,

Wiederholung mit
Verdreifachung

  • Triplikationen (Verdreifachung)
    bimmelimmelim, Cha-Cha.Cha, pipapo, rirarutsch

 

     

b) Was wird wiederholt?

Es können einzelne Wotteile (Laute, Silben, Morphem) oder ganze Wörter wiederholt werden. Die Wortteile oder Wörter können durch Einschübe ergänzt werden.

Laute:

  • Beispiele: das Aa (Kindersprache, menschlicher Kot);
    tsch-tsch-tsch (lautmalend für das Geräusch einer Dampfeisenbahn)

Silben:

  • Beispiele: Papa, Pipi, Mama

Wortteile
Morpheme:

  • Beispiele: der Singsang (singen/sang), ruckzuck (rucken/zucken), vorvorgestern, Ururgroßmutter (Vorsilbenverdopplung)

Wörter:

  • Beispiele: Helfershelfer, Kindeskinder,

Wortgruppen:

  • Beispiele: Mannomann, ogottogott, igittigitt

 

 

c) Wo wird wiederholt?

Es kann das Grundwort (die Basis) wiederholt und zusätzlich mit Einschüben versehen werden. Die leicht veränderte Wiederholung des Basis kann dieser voran- oder nachgestellt werden.

Identisch

  • Identische Verdopplung (siehe Echowörter)

 

    Ballaballa, Bonbon, Effeff usw.

vorangestellt

  • Ein Teil des Grundwortes wird identisch oder leicht verändert dem Grundwort vorangestellt

 

    Beispiel: Klippklapp (abgeleitet von klappern),

nachgestellt

  • Ein Teil des Grundwortes wird identisch oder leicht verändert dem Grundwort nachgestellt

 

    Beispiel: Schickimicki (abgeleitet vom Adjektiv schick)

kombiniert

  • Zwei ähnlich klingenden Grundwörter (oder Teile hiervon) werden zu einem neuen Wort kombiniert ggf. auch angepasst.

 

    Beispiel: ruckzuck (Zusammensetzung von rucken und zucken), multikulti (Zusammensetzung aus multi und kulturell)

    

Copyright Graf Ortho 2010-2015-2019